Was ist Gelée Royale?

In der Futtersaft- und der Oberkieferdrüse im Kopf der Biene entsteht Gelée Royale.
In der Futtersaft- und der Oberkieferdrüse im Kopf der Biene entsteht Gelée Royale.

Gelée Royale - auch Königinnenfuttersaft genannt - ist ein Drüsensekret der Ammenbienen zur Fütterung der Königinnenlarven und der Königin.

Es ist ein rein tierisches Produkt und wird in den beiden Kopfdrüsen der Arbeitsbienen - vor allem der jungen Ammenbienen im Alter zwischen 6 und 12 Tagen - erzeugt.

Jüngste Bienenlarven und die Bienenkönigin werden mit Gelée Royale gefüttert. Dabei setzt sich Gelée Royale für die Arbeiterinnenlarven zum Großteil aus dem Sekret der Futtersaftdrüse zusammen, wohingegen Gelée Royale für die Königin zu je 50% aus der Futtersaft- und 50% aus der Oberkieferdrüse stammt.

Die Arbeiterinnenlarven erhalten nach drei Tagen anstelle der Gelée Royale Fütterung ein Blütenpollen-Honig-Gemisch. Die Königinnenlarve wird während ihres kompletten Entwicklungsstadiums ausschließlich mit dem hochwertigen Futtersaft ernährt.

Gelée Royale ist reichhaltiger an Aminosäuren und Vitaminen als das Blütenpollen-Honig-Gemisch und dafür verantwortlich, dass sich aus einer Larve eine Bienenkönigin und keine Arbeitsbiene entwickelt. Die Königin wird ihr Leben lang ausschließlich mit Gelée Royale versorgt.

Diese Unterschiede in der Fütterung haben zur Folge, dass

  • das Gewicht der Königinnenlarve sich innerhalb von fünf Tagen um das zweitausendfache vermehrt, während das der Arbeiterinnenlarve nur um das tausendfache zunimmt.
  • die Königin eine Lebenserwartung von bis zu fünf Jahren hat wohingegen eine Arbeitsbiene im Sommer nur etwa sechs Wochen alt wird.
  • die Königin in der Lage ist, im Frühjahr bis zu 1.200 Eier pro Tag zu legen, was etwa 80% ihres eigenen Körpergewichtes entspricht.

Zuletzt aktualisiert am 13.08.14 von Dorothea Heiser.

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